Glücksspiel – Angehörige
Angehörige von Menschen mit einer Glücksspielproblematik sind häufig stark belastet und leiden unter der Glücksspielsucht des Partners oder der Partnerin, eines Elternteils, eines Kindes oder Geschwisters. Belastungen ergeben sich durch die entstandenen Schulden oder Spätzahlungen, Verlust des Vertrauens, emotionale Distanz des Spielers, häufige Konflikte wegen dem Geld, Entfremdung, enttäuschte Versprechungen oder dem Druck das Glücksspielproblem verheimlichen zu müssen und damit verbundenem Gefühl der Isolation.
Typische Warnzeichen für ein Glücksspielproblem sind:
- wenn es immer weniger schöne gemeinsame Zeit gibt
- wenn, das Geld für wichtige Zahlungen oder Anschaffungen häufig fehlt
- wenn es immer häufiger Streit wegen der finanziellen Probleme gibt
- wenn Sie merken, dass Versprechen nicht eingehalten oder unstimmige Geschichten erzählt werden.
Unabhängig davon, ob die betroffene Person sich Hilfe und Unterstützung holen möchte, können Sie das für sich jederzeit tun!
Ein Gespräch kann entlastend wirken, Sie können sich Informationen einholen, wie eine Glücksspielsucht entsteht und warum die Betroffene nicht einfach damit aufhören können. Es können neue Wege überlegt werden, wie Sie den Betroffenen motivieren auch eine Beratung in Anspruch zu nehmen und wie sich selbst vor einer Überforderung schützen können.
Angehörigengruppe
An der Gruppe können Menschen aus Oldenburg teilnehmen, deren nahestehende Personen sowohl stoffgebundene Suchtmittel (d.h. Alkohol, Cannabis, illegale Substanzen) konsumieren als auch von sogenannten Verhaltenssüchten (d.h. Glücksspiel, Internetnutzungsstörungen, Kaufsucht) betroffen sind. Das Projekt wird durch das Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung finanziert.
Die Gruppe findet dienstags um 16 Uhr nach vorheriger Anmeldung statt.
